2018-11-04, Chatyn. Ein weißrussisches Dorf, dessen Bewohner (darunter viele

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Chatyn. Ein weißrussisches Dorf, dessen Bewohner (darunter viele Kinder) von den deutschen Besatzern in eine Scheune getrieben und verbrannt wurden. Die sich halbverbrannt aus dem Flammeninferno retten konnten, wurden erschossen. Heute stehen an den Stellen der niedergebrannten Häuser Mahnmale für die jeweilige Familie mit allen Mitgliedern. Besonders die Namen der ganz kleinen 3- oder auch 5-jährigen Jungen und Mädchen trieben uns immer wieder die Tränen in die Augen. Wie Chatyn wurden 186 Dörfer und Kleinstädte dem Erdboden gleichgemacht und die dort lebenden Menschen getötet. Insgesamt verlor Belarus ein Viertel seiner Bevölkerung, insgesamt 2.230.000 Menschen. Es ist ein Wunder und zeigt die wunderbare Fähigkeit zur Vergebung, dass wir so herzlich in Belarus aufgenommen wurden, als Deutsche mit deutschsprachigen Texten so tolle Momente erleben durften. Andererseits ist Chatyn für uns Ermahnung und zeigt die Verantwortung, die wir alle in Deutschland haben. Das darf nicht relativiert werden und schon gar nicht darf es wieder soweit kommen, dass Barbarei über Mitgefühl siegt. Schon sehen wir wieder den geprobten Tabubruch ("Vogelschiss", "absaufen"). Das geht nicht. Wir haben uns nie so sehr geschämt dafür wie in Chatyn.

Quelle: Solche auf Facebook, 2018-11-04