2019-10-20, Wieder stehen wir an einem Ort, wo das Grauen, dass von Deutschland
Wieder stehen wir an einem Ort, wo das Grauen, dass von Deutschland ausging, greifbar wird. Wir stehen in Krasnyi Bereg, wo die Wehrmacht im 2. Weltkrieg 1990 Kinder zwischen 8 und 14 Jahren ihren Eltern weg nahm, um sie als billige Arbeitskräfte oder als Blutspender zu gebrauchen. Aus den Unterlagen geht hervor, dass einige Kinder unter 25 kg gewogen haben, als ihr Blut die Reserven der geschwächten Wehrmacht auffüllen musste. Das alles geschah unter höchster Geheimhaltung, um Himmlers Rassenamt und die SS nicht auf den Plan zu rufen. Es ist ungewiss, was aus diesen Kindern geworden ist. Heute steht (als einzige in der GUS) in Krasnyi Bereg eine Gedenkstätte für Kinder aller Konfessionen und Nationalitäten, die Opfer des Krieges geworden sind. Mittelpunkt des Areals ist eine Sonne. Nur ein Strahl ist grau wie die Asche. Das ist der Strahl der Erinnerung, auf sich sich "das leere Klassenzimmer" befindet, das wiederum von einem blutrotem Band durchzogen wird... Die anderen 7 Strahlen sind freundlich gelb und führen zu Apfelbäumen, von denen die meist jungen Besucher im Herbst naschen können. Im Zentrum der Sonne gibt es eine Galerie von Kinderzeichnungen von 1946, die kaum Krieg darstellen, sondern Zirkus, Tiere, Ritter uvm. Das ist die Zukunft. Ein glückliche Zukunft für die Kinder ohne Hass, Gewalt und Krieg.
Wieder sind wir beschämt und ergriffen von der Selbstverständlichkeit und Herzlichkeit, mit der wir hier in Belarus aufgenommen wurden und wieder ist uns die unsägliche Geschichtsklitterung der Parteien am rechten Rand mehr als peinlich. Es ist nicht entschuldbar. Es waren ihre Kinder.
Quelle: Solche auf Facebook, 2019-10-20
